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Motorboote – alles was Sie über Boote und Außenborder wissen sollten

MotorbootWer liebt es nicht, mit einem Motorboot über einen See oder gar über das Meer zu düsen? Viele kommen auf den Geschmack eines Motorbootes, wenn sie solch eines das erste Mal im Urlaub gemietet haben. Ein Motorboot ist natürlich nichts im Vergleich mit einem Schlauchboot. Doch wer jetzt denkt, er könnte sich so schnell mal ein Motorboot kaufen, den müssen wir leider enttäuschen. Denn in Deutschland gibt es bestimmte Richtlinien und Gesetze, die unbedingt eingehalten werden müssen. Leider oder Gott sei Dank darf nicht auf jedem See mit einem Motorboot gefahren werden. Teilweise erhält lediglich die Polizei oder die Wasserwacht die Erlaubnis, ein Motorboot auf einem bestimmten Gewässer zu fahren. Deshalb unser Rat: Bevor Sie sich ein Motorboot kaufen, sollten Sie zuerst einmal abklären, wo Sie mit diesem fahren dürfen und welchen Führerschein Sie hierzu benötigen.

Sie wissen nun, dass Sie mit einem Motorboot fahren dürfen? Dann stellt sich jetzt noch die Frage: Welches Motorboot soll es sein? Hierbei ist nicht nur die Frage nach der Stärke des Motors, sondern auch nach der Größe des Bootes ausschlaggebend. Denn schließlich muss das Boot – solange es nicht genutzt wird – irgendwo geparkt werden. Und die Kosten dafür sind natürlich von der Größe des Bootes abhängig. Des Weiteren brauchen Sie zum Führen eines Motorbootes einen Führerschein. Wir sprechen nicht von dem Kfz-Führerschein. Wir meinen einen separaten Führerschein für das Motorboot. Welche Unterschiede es bei den Motorbooten gibt und welchen Führerschein Sie hierfür benötigen, möchten wir Ihnen in diesem Beitrag erläutern.

Diese Boote können Sie ohne Führerschein fahren

MotorbootEs gibt eine sehr gute Nachricht für alle Motorboot-Fans: Es dürfen alle Boote mit einer Motorisierung von höchstens 15 PS ohne Führerschein gefahren werden. Sie denken nun, dass diese Boote keinen Spaß machen? Weit gefehlt! Denn es gibt kleine Yachten, die „nur“ 15 PS haben und Spaß pur bieten. Zudem eignen sich solch kleine Kajütboote ebenfalls für Übernachtungen und Sie können – ohne viel Geld auszugeben – erst einmal testen, ob Ihnen ein großes Boot überhaupt gefällt. Ebenfalls gibt es die Festrumpfboote mit dieser niedrigen Motorisierung. Diese Boote bestehen meist aus Aluminium und weisen daher das maximale Gewicht auf, das mit den 15 PS verbunden ist. Denn abgesehen von den 15 PS gilt für das führerscheinlose Fahren mit einem Motorboot die Faustregel, dass das Boot je 5 PS nur eine Tonne wiegen darf. Somit steht fest: Das Höchstgewicht des Motorbootes muss bei drei Tonnen liegen. Ansonsten könnte es mit einem Fahren ohne Führerschein knapp werden.

Alternativ können Sie sich ein Schlauchboot kaufen, das Sie mit einem Elektro Außenborder ausstatten. Wenn Sie sich hierbei an 15 PS halten – und die reichen garantiert – dann können Sie auch damit ohne Führerschein umherdüsen. Gleiches gilt für die kleinen „Fischerboote“. Auch diese können Sie nach Lust und Laune mit einem Außenbordmotor ausstatten.

Bootsführerschein

Je nachdem, ob Sie das Motorboot auf einem See oder auf dem Meer fahren möchten, müssen Sie den

  • Sportbootführerschein Binnen
  • Sportbootführerschein See
  • Sportküstenschifferschein
  • Sportseeschifferschein
  • Sporthochseeschifferschein

Während der Bootsführerschein Binnen nur für Fahrten auf Bundeswasserstraßen nötig ist, muss der Sportbootführerschein See dann beantragt werden, wenn die Fahrten auf dem Meer (Seeschifffahrtstraßen) statt finden sollen. Für Binnenseen gibt es unterschiedliche Regelungen: Hier greifen die Verordnungen des jeweiligen Landes beziehungsweise der Gemeinde, zu der der See gehört.

Der Sportküstenschifferschein wird dann benötigt, wenn Sie das Boot auf gewerbliche Weise im Küstenbereich manövrieren möchten.

Als weiterführende Führerscheine wären noch der Sportseeschifferschein und der Sporthochseeschifferschein zu nennen. Letzterer gilt für alle Meere, während der Sportseeschifferschein beim gewerblichen Führen von Sportbooten im küstennahen Seebereich in Frage kommt.

MotorbootDer Sportbootführerschein Binnen gilt im Übrigen nur für Boote, die nicht länger als 15 Meter sind. Beim Führerschein für das Meer gibt es keinerlei Einschränkung in Bezug auf die Länge des Bootes. In beiden Fällen muss der Antragsteller mindestens 16 Jahre alt sein und seine Zuverlässigkeit entweder durch einen Kfz-Führerschein oder durch ein Führungszeugnis nachweisen können.

Welche Motorboote gibt es?

Motorboote werden auf unterschiedliche Weise eingeteilt. Einerseits gibt es die Einteilung bezüglich der Leistung und der Länge, andererseits bezüglich der Bauart.

Deshalb findet man unter den Motorbooten

  • Sportboote und Runabouts
  • Daycruiser und Weekender
  • Motoryachten und Motorkajütboote
  • Großyachten

Die Sportboote und Runabouts stellen die kleinsten motorisierten Boote dar. Diese warten mit zwei bis acht Sitzplätzen auf und haben ein geschlossenes Vorderdeck. Je nachdem, ob noch Platz bleibt, statten viele Hersteller ein Sportboot mit einem Sonnendeck aus.

Ein Daycruiser oder Weekender bewegt sich zwischen einer Länge von 6 und 15 Meter. Sie zeichnen sich durch eine halb offene Bauweise aus, das heißt, der Bootsführer und auch die Mitfahrer können bei Bedarf unter einem Dach stehen. Die Leistung eines Daycruisers ist natürlich höher als bei den kleinen Sportbooten.

MotorbootMotoryachten und Motorkajütboote stellen die Vorreiter der großen Luxusyachten dar. Sie besitzen alle eine Küche, mindestens eine Kajüte und natürlich eine Nasszelle. Mit einem voll befüllten Tank kann man mehrere Hundert Kilometer zurücklegen. Nachdem diese Boote ein weitaus höheres Gewicht aufweisen, haben Sie auch eine entsprechend hohe Motorisierung. Mehr als 100 PS sind hier normal, es können jedoch auch 400 PS erreicht werden. Die Länge kann variieren und bewegt sich zwischen 10 und 15 Meter.

Großyachten sind die Yachten, von denen jeder träumt, die sich allerdings nur ein Millionär leisten kann. Auf dieser Yacht ist nicht nur Platz für den Besitzer und seine Gäste, sondern ebenfalls für eine Crew, die sich um alles kümmert.

Die perfekte Motorisierung entscheidet über den Spaß

MotorbootAbgesehen von den oben genannten Varianten werden alle Motorboote noch bezüglich ihrer Motorart unterschieden. Zwar funktionieren alle Motoren mit dem gleichen Treibstoff (alternativ gibt es Elektromotoren), es gibt jedoch den einen großen Unterschied, ob der Motor im Boot verbaut oder als Außenborder angebracht wurde. Diese Tatsache ist von besonderer Bedeutung, da hiervon unter anderem die Bedienung des Motorbootes abhängig ist. Andererseits hängt vom Motor auch die Verwendung des Bootes ab, denn niemand wird mit einem Außenborder auf die hohe See fahren. Für Binnenseen eignet sich dieser jedoch hervorragend, vor allem dann, wenn er je nach Lust und Laune an das Boot montiert oder entfernt werden kann.